Den sjette uken – Ich bin im Krankenhaus

Hallo!

meine vergangene Woche war wieder einmal sehr ereignisreich und es ging für mich sogar ins Krankenhaus und wie das zustande kam, erzähle ich euch jetzt:

Von Montag bis Mittwoch ging es für mich in eine weitere Zweigstelle der Universitätsbibliothek und zwar in die Bibliotek for medisin og helse, also in die medizinische Bibliothek. Bevor ich dort hinkam, wusste ich, dass die Bibliothek direkt beim St. Olavs Hospital gelegen ist, jedoch war mir nicht bewusst, wie die Bibliothek und die gesamte Uni in das Krankenhaus integriert ist. Das Krankenhaus besteht nämlich aus 6 Gebäuden, die jeweils auf andere Fachgebiete wie zum Beispiel die Ambulanz, Frauen und Kinder oder Neurologie spezielisiert sind, wobei sich die Bibliothek im Kunnskapssenteret und somit ziemlich Zentral auf dem Gelände befindet. Die 6 Gebäude werden durch Brücken über die Straßen miteinander verbunden und so ist es Möglich einfach eine Runde durch alle Gebäude zu drehen ohne nach draußen gehen zu müssen (was besonders bei dem regnerischen Wetter der letzten Woche sehr angenehm war). Die Bibliothek befindet sich in der ersten Etage des Kunnskapssenteret und auch in den anderen Gebäuden ist die erste Etage für die Universität reserviert, jedoch kann es mal passieren, dass Patienten von einem Gebäude zum anderen gebracht werden müssen und diese dann direkt an der Bibliothek vorbei geschoben werden (was mich das erste Mal doch etwas geschockt hat, da ich damit echt nicht gerechnet habe). Ich finde es sehr gut, dass die Uni so in das Krankenhaus integriert ist, so sind die Studenten direkt an ihrem späteren Arbeitsplatz und lernen praxisnah.

Da die Gebäude erst vor wenigen Jahren eröffnet wurden, war alles sehr modern und es ist vor allem ein besonderes Augenmerk auf das Wohlbefinden der Patienten gelegt, es gibt in jedem Gebäude kleine Dachgärten, sowie Kunstobjekte und Bilder. Was mich zuerst etwas irritiert hat, mir aber dann ziemlich schlüssig vorkam war, dass Ärzte und das Karnkenpflegepersonal mit Rollern durch die Gegend fahrenum schnell von A nach B zukommen, da Wege doch ziemlich lang werden können. Außerdem transportieren Roboter Essen und andere wichtige Sachen unterirdisch. Ich habe auch ein paar mal Bekanntschaft mit den Robotern gemachen und kann sagen, wirklich symphatisch sind sie mir nicht und ich hab mich lieber von ihnen fern gehalten :D. Mir wurde nämlich gesagt, sie sind sehr besitzergreifend, wenn sie den Fahrstuhl benutzen und sollten lieber nicht von ihrem Vorhaben abgehalten werden, was sie auch in sehr herrischem Norwegisch zum ausdruck bringen. Hier mal ein Bild eines Roboters aus sicherer Entfernung:

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Während meiner 3 Tage konnte ich die 2 verschiedenen Systemtiken in der Bibliothek kennenlernen, mir wurden die Aufgaben der Mitarbeiter erklärt und ich nahm an einem Kurs für die medizinsche Datenbank PubMed teil. Wichtig für alle Bibliotheken der NTNU ist es außerdem in sozialen Medien aktiv zu sein, besonders auf Instagram und da wurde meine Anwesenheit direkt genutzt, um ein bookface Bild aus mir zu machen:

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Mich kann man übrigens ab jetzt als Hand und Bein-Model buchen 😀

Eine Kollegin lud mich am Mittwoch zu einem kostenlosen Chor-Konzert in den Nidarosdom ein und da ich bis jetzt noch nicht drin war und dies sowieso machen wollte, konnte ich diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Vorher gingen wir noch lecker essen und holten uns einen Kakao mit Sahne (was vielleicht im Nachhinein etwas zu viel war :D) um die Wartezeit bis zum Einlass um 17.30 Uhr zu überbrücken. Schließlich hatten wir einen sehr guten Sitzplatz. Außerdem war der Dom noch vom Vortag, dem Reformationstag, schön geschmückt, da gab es nämlich ein Konzert, an dem die norwegische Königsfamilie teilnahm und welches sogar im Fernsehen übertragen wurde, was ich aber leider zu spät erfuhr. Aufjeden Fall hatte der Guttekor des Nidarosdomes am Mittwoch das Collegium iuvenum Stuttgart zu Gast. Ich war echt überrascht, wie gut mir das Konzert der beiden Chöre gefallen hat, besonders da das normalerweise nicht meine Musik ist.

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Am Wochenende ging ich es mal etwas ruhiger an. Gestern ging ich dann mit einer deutschen Kollegin ins Kino, es kam nämich ein deutscher Film mit norwegischen Untertitel: Bye, bye Germany (Auf Wiedersehen Deutschland). Der Film war wirklich sehenswert und lustig. Aber das Kino war sehr voll, da Kinotag war (jedes Ticket zum halben Preis), außerdem fanden mehrer Filmmarathone statt. Trotzdem schaute ich mich etwas in der Süßigkeiten Abteilung um. Es gibt hier in Norwegen nämlich keinen einfachen Stand, wo man sich Popcorn und Nachos holt, sondern ein ganzen Laden mit Knabbereien und da habe ich auch das gefunden:

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Sehr gewöhnungsbedürftig, wenn ihr mich fragt 😀

So das wars von mir in dieser Woche und nun bin ich gespannt, was mich in letzten drittel meines Praktikums hier erwartet.

Ha det!

Jasmin

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